Dienstag, 18. November 2008

Bolivianische Kuriositäten

Vom Coach angeregt, hab auch ich für euch mal eine Liste bolivianscher Kuriositäten zusammengestellt. Ihr werdet merken, dass sich China und Bolivien gar nicht so stark unterscheiden:
  • Ich hätte kein Problem mit weissen, geplegten Zähnen. Aber Leute mit Zähnen erschrecken mich.
  • Beim Chinesen gibt es neben dem deutschen Restaurant Reineke Fuchs das beste Essen. Wenn du bolivianisches Essen ausprobierst, kannst du z.B. Sachen bekommen, die aussehen wie Lamaschamhaare.
  • Spaghetti isst man mit Sosse. Das ist aber italienisches Essen. In Bolivien wurde die Sosse noch nicht erfunden.
  • Auch wenn du mit 25 Leuten beim Essen bist, geht der Kellner davon aus, dass einer bezahlt. Nach zwei Stunden habens dann alle geschafft, ihr Geld auf das Tablett zu legen.
  • Bier trinken ist hier keine Halbe Sache und auch keine Mass. Du bekommst Flaschen mit 0,620 Litern.
  • Niemand denkt sich etwas dabei, wenn gut verdienende Leute Sonntag vormittag hackedicht auf einem Markt auftauchen. Schliesslich ist betrunken sein in Bolivien Volkssport.
  • Du denkst noch immer, wenn der Taxifahrer eine unbekannte Route fährt, dass du abgestochen werden könntest. Ist ja auch letztes Jahr fast jemandem passiert.
  • Bushaltestellen gibt es in Bolivien nicht. Du steigtst ein und aus, wo du willst. Dann darf trotzdem hinter dir die ganze Strasse dauerhupen.
  • Es gibt eine Strassenverkehrsordnung. Aber Polizisten wollen schliesslich auch zusätzlich etwas verdienen. Es gibt also keine Strassenverkehrsordnung.
  • La Paz hat viele Ampeln, die man gar nicht bräuchte. Es gibt an jeder Kreuzung einen Polizisten, der den Verkehr regelt. Wenn ich es mir recht überlege, bräuchte man vielleicht die Polizisten nicht.
  • Tischmanieren brauchst du hier nicht. Wenn du das Essen siehst, vergisst du dass du Hunger hattest.
  • Da du Deutscher bist, wirfst du deinen Müll in den Mülleimer. Die Mülleimer sind nur für Deutsche gemacht.
  • La Paz hat ein wunderschönes, grosses, bezugsfertiges olympisches Schwimmstadion. Durch Korruption von Seiten der Verantwortlichen weist es Baumängel auf, ist einsturzgefährdet und darf nicht benutzt werden.
  • Auch hier wirft man seinen Müll auf die Strasse. Und verbrennt ihn dann.
  • Ich habe rausgefunden, warum im Stadion immer Polizisten mit Schutzschilden die Schiris beschützen. Sie wollen sich mit den Fans prügeln. Die Spieler übrigens auch.
  • "Soy el pueblo y la revolucion." - "Ich bin das Volk und die Revolution." ist keine kubanische Auslandswerbung für Fidel Castro. Evo Morales hat bei seiner Wiederwahl 64% der Stimmen geholt.
  • Der Telekommunikationskonzern Entel wurde erst 2002 privatisiert. Und sechs Jahre reichen auch, hat sich Evo gedacht und ihn wieder verstaatlicht.
  • Dieses Land ist weltoffen und modern. Ausländer zahlen in Museen 50% mehr als Bolivianer.
  • Bolivien ist fortschrittlich. Man hat keine Todesstrafe. Dafür ist Lynchjustiz immer wieder in Mode.
  • Rassismus gibt es hier nicht. Ein weisser Europäer muss dem indigenen Türsteher seinen Ausweis nicht zeigen. Bolivianer schon.
  • Nur sehr wenige Bolivianer rauchen. Der Zigarettenpreis (20 Zigaretten) liegt bei 0,68 Euro.
  • Blonde Europäerinnen stürzen den Taxipreis in ungeahnte Tiefen.
  • Gut, dass ich heute gesehen habe, dass Strassenhunde gerne auf der Strasse an Bananen pinkeln. Schlecht, dass ich mir erst gestern welche gekauft habe.

Das wars schon wieder, aber ne Fortsetzung folgt sicher...

An dieser Stelle noch einmal die Erinnerung, dass das Copyright beim Coach (www.coachinchina.blogspot.com) liegt.

Sonntag, 16. November 2008

"James Bond 007 - Quantum of Solace" in La Paz

Nur kurz ein Kommentar zu dem Film:
Vergesst, wie La Paz dort dargestellt ist! In Chile gedreht, hat diese versiffte Stadt im Film wenig mit dem richtigen La Paz zu tun. Angefangen bei dem Flughafen (ähnelt in keinster Weise dem in El Alto) bis hin zu dem Polizisten oder den total versifften Strassen, wo z.B. ein Polizist am linken Bildrand einen oberkörperfreien Hispano abführt.
Bei den Szenen am Flughafen und mit den Polizisten hat das ganze Kino zu lachen angefangen, ich glaube das reicht als Erklärung^^
Trotzdem viel Spass bei dem mal wieder etwas anderen Bond!
Mfg Fidel

Donnerstag, 13. November 2008

Sorata und ein Drittel meiner Zeit in Bolivien ist (leider) schon wieder vorbei...

Servus nach Deutschland,
ich lass endlich wieder was von mir hören!
Es ist viel passiert in letzter Zeit. Vor allem freizeitmässig war das Wochenende an Allerheiligen ein echter Hammer. Durch den Feiertag am Sonntag hatten wir auch den Montag darauf noch frei, also haben wir das verlängerte Wochenende genutzt, um mal wieder wegzufahren. Diesmal gings ins Grüne, Sorata, dreieinhalb Stunden von La Paz entfernt. Schon am Morgen, als wir fahren wollten bekamen wir allerdings den ersten Schock, Sebi und ich hatten uns entschieden (um ausschlafen zu können) erst am 10 Uhr vormittags nach Sorata aufzubrechen, die meisten anderen sind schon um 8 Uhr weg, einige auch schon am Samstag. Kaum dass wir aus dem Haus raus waren, bekamen wir die SMS von Julia, dass die letzten Busse nach Sorata schon abgefahren seien. Was interessiert das zwei echte Abenteurer, dachten uns Sebi und ich, fuhren trotzdem zum Cementerio (Friedhof, dort fahren alle Minibusse in die nähere Umgebung von La Paz ab) und wurden tatsächlich noch mit einem Bus nach Sorata belohnt. Zuvor machten wir noch einen Abstecher auf den Friedhof, um uns die Allerheiligenfeierlichkeiten anzusehen, die hier nach Aussagen von vielen Bolivianern sehr wüst ausfallen. In La Paz wurden wir aber enttäuscht, alles ging sehr gesittet zu, Polizisten kontrollierten am Eingang die Taschen auf Alkohol und im Grunde gab es keine grossen Unterschiede zu Deutschland, zumindest nicht hier in La Paz...

Schon die Busfahrt (mit einer Stunde Verspätung) wurde zum Erlebnis mit einem sehr gestressten jungen Busfahrer, der als erstes schon mal über unsere Namen lachen musste, als wir uns in die Passagierliste eintrugen und dann grosse Augen machte, dass die beiden Grössten im Bus die zwei Plätze vorne beim Fahrer reserviert hatten, wo am wenigsten Platz war. Die ganze Fahrt über war er dann am Essen (weil er nach eigener Aussage solchen Hunger hatte), am Trinken (weil er solchen Durst hatte) und ermahnte Sebi, nicht neben im zu schlafen (weil er so müde war). Gegen Ende der Fahrt hatte er wohl den Grossteil der Einnahmen in Essen und Trinken investiert. Die Landschaft war schon während der Fahrt atemberaubend schön, beispielsweise als wir La Cumbre, einen Pass auf 4700 m Höhe überquerten und schon durch die Wolken zu fahren schienen.

In Sorata angekommen, mussten wir uns erst mal nach einem Hostal umsehen, fanden dann auch ein billiges, in dem auch schon ein Teil der anderen Voluntäre untergekommen war. Den Rest des Nachmittags ging es dann runter ins Tal, zuerst war Baden geplant, was aber dann ausfiel, weil der Fluss zu klein und das Wasser zu kalt war. Den Rest der Zeit bis zum Abendessen nutzten wir dann zu einer Wanderung den Fluss hinab.

Unsere Wandergruppe nach dem Fussmarsch am Fluss entlang.

Dazu muss man sagen, dass Sorata an einem Berghang in den Yungas liegt, also am Übergang zwischen trockenem Hoch- und tropisch feuchten Tiefland. Das Klima war also schon tropisch und die Vegetation dementsprechend auch. Hibiskus- und Tomatenpflanzen in der freien Natur, Bananenpalmen und Eukalyptusbäume, es fand sich wirklich alles. Nachdem bei dieser Wanderung bis auf einen alle in den oben erwähnten Bach gefallen waren, zogen wir es dann doch vor, wieder ins Hostal zurückzukehren. Sebi konnte ich noch zu einem Bier auf der Plaza überreden, sodass wir immer noch dort sassen, als die anderen schon geduscht hatten und wir eigentlich essen gehen wollten. Da wurden wir dann auch damit überrascht, dass wir bis 23:30 Uhr im Hostal zurück sein mussten, an Allerheiligen, einem Tag, an dem das ganze Dorf feiert. Das ging natürlich nicht, wir wechselten das Hostal, was das noch zu einem ganz eigenen Abenteuer ausartete (weitere Auskünfte werden nur persönlich erteilt).

Die Plaza in Sorata... unter den Palmen konnte leicht Urlaubsstimmung aufkommen.

Nun waren wir also auch zum Essen schon zu spät dran (typisch bolivianisch), assen dann noch zu weit und genehmigten uns eine gute Flasche bolivianischen Wein. Nachher gings in die einzige Disko, die es im Dorf gab, auf guad boarisch a Bauerndisko. Música folklorica, zu der man im Gegensatz zu Cumbia oder Reggaeton nicht tanzen konnte, wenigsten sahen die Mädchen nicht schlechter aus als in La Paz, was daran gelegen sein könnte, dass fast alle Mädchen in Sorata aus La Paz kamen und hier Urlaub machten...^^ Was die Nacht im Hostal angeht, bitte persönliche Anfragen stellen, wens interessiert^^

Während die anderen am nächsten Tag schon früher abreisten, haben Sebi und ich ausgeschlafen, an der Plaza gut gefrühstückt und haben uns dann auf den Weg zur Gruta San Pedro gemacht. Eine Höhle/Grotte zu Fuss etwa 2 Stunden von Sorata entfernt, mehr wussten auch wir nicht über den Weg und das Ziel, als wir losgingen. Während es am Anfang tropisch regnete (den Regenschirm, den wir uns vm Hostalbesitzer ausgeliehen hatten, vergassen wir irgendwo auf dem Weg), wurde es nach ca. einer Stunde drückend heiss und kaum mehr erträglich. Schlau,wie wir beide waren, hatte keiner daran gedacht, etwas zu trinken mitzunehmen... Immerhin wurden wir durch die beeindruckende Landschaft dafür entschädigt, das war endlich Bolivien und Südamerika, wie ich es mir immer vorgestellt habe...





Nach zweieinhalb Stunden kamen wir endlich an, völlig erschöpft, so dass wir erst einmal ausgiebig beim Kiosk neben der Grotte Pause machten. Die Grotte selbst war nach diesem Weg nicht mehr besonders interessant, immerhin war es im Innern kühl, wir konnten uns entspannen und für den Rückweg rüsten. Der wurde dann allerdings im Taxi zurückgelegt, eine Familie nahm uns mit und verdiente noch gutes Geld mit uns zwei erschöpften Wanderern. Da wir unser Rückfahrticket nach La Paz schon vormittags gekauft hatten, mussten wir uns damit abends nicht mehr stressen, die Rückfahrt war relativ ereignislos, wir schliefen viel und kamen dann gegen 10 Uhr abends wieder am Cementerio an. Apropos Cementerio, Sebi war Sonntagnacht noch in Sorata am Friedhof, weil dort eine riesige Party steigen sollte, was im Klartext bedeutete, dass besoffene Cholitas im Dreck rumlagen und die Besoffenen, die noch stehen konnten, um Mitternacht am Friedhofsvorplatz tanzten. Das sei ihm eher als eine Party von Toten anstatt Lebender vorgekommen, meinte Sebi und damit bekommt Allerheiligen dann wohl auch eine besondere Bedeutung...Nach dem zweistündigen Fussmarsch waren wir ziemlich am Ende...

... und legten erst einmal eine längere Pause ein.


Gut versorgt für die vierstündige Rückfahrt.

Was war sonst noch los in letzter Zeit?
An Halloween bin ich zusammen mit den jüngeren Mädchen und einigen Erzieherinnen nachts noch in die Zona Sur (das Reichenviertel von La Paz) runtergegangen, um um Süssigkeiten zu bitten. Das Ganze wirkte ziemlich planlos und unorganisiert, was es auch war, aber trozdem hatten alle (vor allem die Mädchen) einen Heidenspass dabei.

Ausserdem gabs mal wieder einen Geburtstag zu Feiern (Annelie), hier sind wir gerade beim Brunchen am Sonntagmorgen:

Gestern abend bekam Michael (Projekt Schule auf der Strasse) kurz vor dem Weggehen die sehr erfreuliche Nachricht, dass er heute, am Samstag, um 7 Uhr morgens aufstehen müsse, aus meinem Projekt ist ein Mädchen abgehauen, jetzt hält sie sich bei ihrer alkoholkranken Mutter auf und er ist der einzige, der die Adresse der Eltern kennt. Da es ja hauptsächlich mein Projekt betraf, bin ich nach Rücksprache mit meinem Coordinador auch mitbekommen. Leider war das frühe Aufstehen fast gänzlich umsonst, da niemand zu Hause war oder sie uns einfach auch nicht die Tür aufmachen wollten, immerhin weiss ich jetzt, wo man die Familie finden kann. Auch ein Gespräch mit dem Hausbesitzer, einem Nachbarn und der Besitzerin einer benachbarten Tienda brachte uns nicht weiter. Also fuhren wir nach fast 4 Stunden wieder heim und ich konnte meinen verlorenengegangenen Schlaf nacholen.

Mein Arbeitsplatz, der Hogar Niñas Obrajes.

Auch während der Woche gibt es viel Arbeit, die jetzt auch immer abwechslungsreicher wird. So habe ich ab Mittwoch 6 Stunden im Hospital Arco Iris verbracht, weil sich ein Mädchen beim Volleyballspielen den Daumen verletzt hat und der jetzt stark angeschwollen war. Also gings erst zum Röntgen, dann zur Sozialarbeiterin im Hospital, wo ein (sehr fachkundiger) Arzt beim Anblick der Röntgenbilder meinte, ein Bruch sei es nicht, uns aber riet, doch noch in die traumatologia zu gehen. Also wieder warten... Es war schon kurz vor 7 Uhr, als der Arzt endlich Zeit für uns hatte und dann doch einen Bruch bei Ana feststellte^^ Also wieder warten, Gips an den ganzen Arm und dann konnten wir endlich heimfahren.
Vor zwei Wochen gab es eine grosse fundacionsinterne Taufe, die Kinder und Erwachsenen, die das wollten, konnten sich in der Iglesia San Francisco am Perez taufen lassen. Auch vom Hogar waren einige Mädchen dabei.

Die Mädchen mit Taufpaten und Erzieherinnen nach der Taufe im Hogar.

Letzte Woche hatten wir Taller mit einigen der Mädchen, ich würde es als eine Art Gruppenstunde bezeichnen, ein Spiel am Anfang, dann einen kurzen Film ansehen, den Film besprechen und sich Gedanken darüber machen und zum Abschluss wieder ein Spiel, das ganze mit dem Thema Identität.

Eli (eine unserer beiden Sozialarbeiterinnen) mit den Mädchen beim Besprechen des Films.

Am Freitag war ich dann den ganzen Tag in zwei Schulen unterwegs, um Fotos von einigen unserer Mädchen zu machen, die Tanzveranstaltungen in ihren Schulen hatten. Vormittags tanzte Karina, eine unserer Jüngsten im Colegio Juan Herschel, am Nachmittag dann die Älteren im Colegio Enrique Lindemann. Dazwischen gings noch zweimal zur Defensoria (Jugendamt),um Dokumente über eines unserer Mädchen rauszusuchen.


Karina (3. v.l.) mit ihrer Lehrerin und Klassenkameradinnen nach dem Tanzen.

Bolivianischer Volkstanz im Colegio Lindemann.

Auch morgen gehört der Tag wieder (zum Teil) der Fundacion: Auf einer Feria (Markt) am Prado will die Fundacion mit einer Ausstellung Werbung in eigener Sache machen. Viele Leute hier in der Stadt kennen z. B. das Hospital Arco Iris, während ihnen der Name Fundacion Arco Iris oder einzelne Projekte nichts sagen, obwohl die Hauptarbeit der Fundacion eigentlich in den verschiedenen Projekten verrichtet wird. Auch von unserer Seite (Voluntäre) gibt es diesbezüglich für Weihnachten schon vage Planungen, z.B. ein deutsches Weihnachtskonzert zu veranstalten oder auf dem Weihnachtsmarkt deutsche Plätzchen zu verkaufen.Was wir davon wirklich realisieren können, wird sich zeigen.

Ihr seht also, langweilig wird mir hier ganz sicher nicht, es ist viel los und man ist immer beschäftigt. Die Arbeit macht grossen Spass, auch wenn nicht immer alles so läuft, wie man es sich wünscht und die kleinen Probleme des Alltags auch in Bolivien vorhanden sind.

Auch dieses Internetcafe wird anscheinend immer besser, die Fotos lassen sich jedesmal schneller hochladen, dieses Mal hab ichs auf 3 Stunden geschafft, ein versehentliches PC-Ausschalten, als ich gerade Fotos hochgeladen habe, miteingeschlossen^^

Ich entschuldige mich nochmal, dass ich mit diesem Post so lange auf mich hab warten lassen!
Grüsse an Alle in Deutschland und Danke für eure Kommentare!
Wenn es wieder etwas Neues gibt, lasse ich von mir hören!

¡Hasta luego! Saludos, Fidel

Samstag, 25. Oktober 2008

Cochabamba

Servus Leid,
nach langer Zeit mal wieder ein neuer Post! Hab inzwischen kaum mehr Zeit, ins Internet zu gehen, weils z.Z. viel Arbeit gibt, letzte Woche war ich wg. taller (so ne Art Berufsvorbereitung) einmal bis nach 22 Uhr im Hogar, diese Woche hatten wir heute Taufen einiger Mädchen in der Iglesia San Francisco am Perez (Foto in anderem Post) hatten und morgen früh gehts weiter, um 8 Uhr am Colegio Lindemann, wo einige der Mädchen tanzen werden und mich eingeladen haben. Am Montag gehts mit einigen Mädchen zum Arzt ins Casa de Paso (anderes Projekt der Fundación) und Donnerstag und Freitag eine 2-Tagesreise, um die Eltern eines Mädchens zu suchen. An Arbeit mangelt es mir nicht...


Mit Maria Isabel, Shirley und Marcela im Hogar.


Blick aufs nächtliche La Paz von meinem Balkon aus.

Ich bitte also, die Verspätung dieses Posts zu entschuldigen und fass für euch kurz das letzte Wochenende zusammen...
COCHABAMBA!!! Sommerwarm, schwül, sogar nachts, die grösste Christusstatue der Welt und Boliviens Partyhauptstadt!
Letztes Wochenende sind wir endlich aus La Paz rausgekommen, es ging in den Osten Boliviens. Nach 8 Stunden fahrt die Nacht hindurch, Donnerstag auf Freitag sind wir recht erschöpft in Cochabamba am Busterminal angekommen. Mit Steven Seagal und Chackie Chan (ungefähr die schlechtesten Filme meines ganzen Lebens) konnte kaum jemand im Bus schlafen. Gut, dass das Hostal nicht weit weg ist, wo wir dann schlafen können! Von wegen: Nach einem perfekten Cafe con leche und einigen Zigaretten sind Samu und ich losgezogen, um die Stadt zu erkunden. Kleiner als La Paz (ca. 560 000 Einwohner), fast schon provinzialer Flair, aber auch nicht sauberer als La Paz. Gegen 10 Uhr waren dann endlich alle wach, wir sind frühstücken gegangen und danach zur Christusstatue, die Grösste der Welt, grösser auch als die viel bekanntere Statue in Rio de Janeiro. Hochgefahren sind wir in der Seilbahn, leider konnten wir in der Statue nicht hochsteigen, nur Samstag und Sonntag wäre dies möglich gewesen. Dafür entschädigte der Wahnsinnsausblick über die ganze Stadt, in einem Tal gelegen und die anfängliche Beschaulichkeit Lügen strafend. Ringsum die Bergketten der Anden, im Osten die Lagune und mitten in diesem Tal eine Grossstadt...
Abends ging es dann zum Essen am Prado, wie in La Paz Prachtstrasse der Stadt, begrünt, ein grosser Park an der Plaza Colón und die besten Restaurants der ganzen Stadt mit dem besten Pique Macho Boliviens. Den Rest der Nacht zogen wir durch die Clubs der Stadt und genossen die sommerliche Wärme, die auch nachts noch anhielt.
Der nächste Tag wurde beschaulicher, langes Schlafen, Sebi, Neko (ein Bolivianer, der mitgekommen ist), Andres und ich waren am Markt der Stadt, ich hab morgens schon versucht einige Museen anzuschauen, die an einem Samstagvormittag unerklärlicherweise aber geschlossen waren und nachmittags waren Sebi und ich noch an der Lagune, abends Sillpancho essen (Spezialität aus Cochabamba, Huhn oder Schwein, den ganzen Teller bedeckend auf Reis und Kartoffeln; auch damit habens die Bolivianer nicht geschafft, mich zu einem Fan ihrer miserablen Küche zu machen) und nach dem Essen noch in einem Pub, angeblich sind Fotos von uns auf deren Website (http://www.loscerebritos.com/), vielleicht findet sie jemand mit schnellerer Internetverbindung als ich...
Sonntagmittagg fuhren wir wieder zurück, die meisten sehr erschöpft, ich für meinen Teil mal wieder mit Durchfall und vomitandome, aber doch alle glücklich ob dieses super Wochenendes.
Hier noch ein paar Fotos von Cocha:

Mit Blick auf die Stadt.



Mit 43m Höhe die grösste Christusstatue der Welt.



Sebi und ich vor der Statue.

Charlotte und ich vor der Statue.

Im Park der Plaza Colón


Eisessen am Prado.


Sonst gibt es nicht viel zu berichten, wir haben wieder einige Geburtstagsfeiern hinter uns, ich hab gestern auch mit einigen Mädels im Hogar ihren Geburtstag gefeiert.
Die Beantragung der Visas zieht sich hin und kostet immer mehr, morgen gehts wieder in die Migración, man sollte es Ausländern auch wirklich nicht zu leicht machen, in diesem Land freiwillig und unentgeltlich im sozialen Bereich zu arbeiten^^
Hier in La Paz wirds langsam regnerisch, auch wenn die Temperaturen immer noch nach oben gehen, man merkt inzwischen, dass bald die Regenzeit und damit hier der Sommer beginnen wird. Die Kleidung mussten wir heute schon drinnen zum Trocknen aufhängen und auch im Garten werden wir nicht mehr viel Zeit verbringen können, solange die Sitzecke nicht überdacht ist.

Soweit also von meiner Seite, jetzt gehts erst mal auf ne Party^^
Lasst wieder was von euch hören und schreibt mir, wies in Deutschland, China, Australien, den USA oder wo auch immer aussieht!

¡Hasta luego! Fidel

Sonntag, 5. Oktober 2008

Quince und Volleyballturnier

Hbdre,
Endlich hab i mal wieder die Zeit gefunden, einen neuen Post zu schreiben.
Wie beim letzten Mal schon erwähnt, hab ich die Patenschaft für Tatiana bei ihrem 15. Geburtstag übernommen. Am Mittwoch haben wir ihre Sachen eingekauft (Schuhe, Schmuck...), am Donnerstag habe ich meine Schuhe, Hemd und Krawatte gekauft und am Freitag noch einen Anzug ausgeliehen. Freitag war dann Tatianas grosser Tag, wie auch von 5 anderen Mädchen, die zusammen ihren 15. gefeiert haben: Einzug in den Salon Multiple, mit gekreuzten Klingen Spalier stehende Soldaten und dann der Eröffnungswalzer mit dem Padre, Don Cristóbal (Direktor der Fundación) und Marco Antonio (Co-Direktor der Fundación und Coordinador im Hogar Niñas Obrajes). Auch wir Padrinos bekamen dann noch einen (leider sehr kurzen) Tanz zugesprochen, dann war es mit Walzer-Tanzen schon wieder vorbei und es lief wieder Reggaeton, Cumbia oder Folklore. Das Essen war super, der Tanzact einiger Jungs aus einem anderen Heim auch und die Party ging bis nach 12 Uhr...

Samstagabend ging die Party dann weiter, Sebi und Patrick feierten ihren Geburtstag und Jonas seinen Abschied gleich mit, unsere erste gelungene Hausparty, der wahrscheinlich noch mehrere folgen werden. Auf dem Bild unten stossen Sebi und ich Freitagnacht auf ihn an.

Diesen Freitag hatten wir im Hogar einen der besten Psychologen Boliviens, der für alle interessierten Mitarbeiter der Fundación referiert hat. Von Freitagnachmittag fehlen mir leider die Fotos, also erstmal nur soviel, dass wir den Tag Der Deutschen Einheit beim Empfang der deutschen Botschaft gefeiert haben, sobald ich die Fotos hab, erzähl ich mehr.
Diesen Samstag hat auch die Volleyballmeisterschaft der Fundación begonnen, bei der die Mannschaften der einzelnen Projekte gegeneinander antreten. Das erste Spiel konnten wir (Niñas Obrajes) mit 2:1 Sätzen gegen die Unidades Productivas für uns entscheiden, nächsten Samstag geht es dann weiter, die letzten Spiele werden gegen Ende November ausgetragen.

Was gibt es sonst noch Neues?
Währends bei euch regnerisch und kalt wird, geniessen wir hier einen der schönsten Monate des Jahres, Sonne pur mit vereinzelten Wolken und auch im Schatten und nachts haben wir inzwischen angenehme Temperaturen.
Um das gute Wetter auch nutzen zu können, haben wir unser Garten auf Vordermann gebracht, eine Sitzecke eingerichtet, die Hängematte rausgehangen und auch die Feuerstelle schon ein paar Mal benutzt.
Die politische Lage hier hat sich inzwischen auch wieder beruhigt, man sitzt wieder am runden Tisch, statt sich auf den Strassen die Köpfe einzuschlagen, man kann Bolivien und ganz Südamerika nur wünschen, dass der Dialog fortgesetzt wird.

Soviel also von meiner Seite, ich meld mich wieder, sobald ich die Fotos von der Deutschen Botschaft habe. Würd mich freuen, auch von euch weiter Kommentare zu bekommen!
¡Hasta luego!
Fidel

Dienstag, 23. September 2008

Tiwunako

Servus Leid!
Letzte Woche war ich gesundheitlich endlich wieder voll auf der Höhe und konnte wieder voll arbeiten. Freitag war ich dann an ganzen Tag unterwegs und hab mit Elsa und Eli, meiner Sozialarbeiterin (praktisch meine Chefin) irgendwo in der Pampa nach den Eltern der Elsa gesucht. In dem Dorf, des uns Elsa beschrieben hat, haben wir uns dann erst mal mit ihrem Schwager rumgeschlagen, der von der 12-jährigen nichts wissen wollte und haben uns dann schliesslich zu Fuss auf den Weg zum Hof ihrer Schwester gemacht, von den Eltern wusste niemand etwas. Nach 2 Stunden Fussmarsch waren wir endlich dort, 2 Lehmhäuser mitten am Altiplano, wo ausser etwas Gras und ein paar Rindern und Schafen überhaupt nichts war. Die Schwester hat inzwischen selbst 3 Kinder und lebt mit ihrem Mann und seinen Eltern auf dem "Bauernhof", ihre eigene Schwester hat sie anscheinend vergessen. Da sich Eli mit den Leuten auf Aymara unterhalten hat (alte Inka-Sprache), hab ich nicht viel mitbekommen. Über die Familie haben wir nicht viel erfahren, vom Vater weiss niemand etwas, eine Schwester sitzt in Santa Cruz im Gefängnis, ein Bruder ist in Cochabamba und die Mutter lebt irgendwo in El Alto bei La Paz. Immerhin hat die Schwester versprochen, Elsa im Hogar zu besuchen, ob sie dann auch wirklich kommt, ist eine andere Frage... Das traurige dabei ist, dass dies kein Einzelfall ist, sondern immer wieder vorkommt, viele der Mädchen haben ganz ähnliche Geschichten.

Der Altiplano, die grosse Hochebene in Bolivien (ca. 3800 m), wo wir einen ganzen Tag unterwegs waren, um Elsas Eltern zu finden (die Strasse, die man erkennt, ist eher eine Seltenheit, Autos fahren dort so gut wie nie).

Nach einem super Samstagabend sind wir dann am Sonntag mal wieder zum Clásico (Stadtderby zwischen Bolivar und Strongest) ins Stadion gegangen. Nachdem sich Bolivar schon am Donnerstag nicht für die Copa Sudamericana qualifizieren konnte und trotz eines Sieges gegen Quito ausschied, kam man auch am Sonntag nicht über ein 3:3 hinaus, das sich aber immerhin wie ein Sieg anfühlte, weil Bolivar einen unberechtigten Elfmeter für Strongest zum 3:2 in der 91. Minute direkt im Gegenzug noch durch einen Freistosstreffer in der 94. Minute zum 3:3 ausgleichen konnte.

Das Stadium Hernando Siles in La Paz, Austragungsort der Spiele der drei Stadtvereine Bolivar, Strongest und La Paz F.C.

Heute (Dienstag) hatten wir dann mal wieder Gruppenaktivität und sind zu den Ruinen der Tiwunakakultur ein Stück ausserhalb von La Paz gefahren. Da kann i etz ned viel erzählen, war auf jeden Fall interessant, schaut euch einfach die Fotos an:

Was gibts sonst noch Neues?
Hab die Patenschaft fürn Quince, den 15. Geburtstag eines Mädchens aus dem Hogar übernommen, der hier sehr wichtig ist. Am Freitag is die Feier, ich darf mal wieder im Anzug Walzer tanzen und bin dann mein Leben lang ihr Pate, mal schaun, wie des dann in Deutschland weiterlaufen soll.
Des Wetter hier ändert sich leider immer noch nicht richtig, abgesehen von ein paar Regenschauern hin und wieder.
Des weggehn am Wochenende wird auch immer besser, weil wir die Stadt jetzt einigermassen kennen und uns dann die besten Discos aussuchen können.
Für die nächsten Wochen ist jetzt ein Besuch in Cochabamba (im Tiefland, Wärmer!!!) geplant und eine Motocross-Tour durch Salar de Uyuni, die grosse Salzwüste südlich von La Paz. Wieviel sich davon realisieren lässt - abwarten!
Langweilig wird mir also hier sicher nicht, so kurz nach Frühlingsbeginn (letzter Samstag). Schöne Grüsse ins herbstliche Deutschland, ich hoffe, ich kann mich bald wieder melden, ¡hasta luego!

Fidel

Sonntag, 7. September 2008

Copacabana

Servus an alle daheim im fernen Deutschland,
leider hat sich dieser Blogeintrag durch diverse Krankheiten und sonstige Ablenkungen stark verzögert, zudem ist in letzter Zeit nicht viel aussergewöhnliches passiert.

Dieses Wochenende hingegen war endlich mal wieder was geboten. Samstagfrüh sind wir nach Copacabana am Titicacasee (höchstgelegener schiffbarer See der Welt, 3800 m über dem Meer gelegen) gefahren, zur Wallfahrt zur Virgen De Copacabana. Nicht nur unser Projekt Niñas Obrajes, sondern die ganze Fundación Arco Iris mit ungefähr 2000 Leuten. Um 6 Uhr früh musste ich schon im Projekt sein, aber es dauerte noch bis 8 Uhr, bis unsere beiden Busse beladen und voll besetzt waren. Als wir dann gegen Mittag den Titicacasee erreichten und mit Fähren übersetzen mussten, trafen wir endlich auch auf alle anderen Projekte, insgesamt waren es über 30 Busse. Übergesetzt wurden wir von der bolivianischen Marine (ja, eine Marine kann man auch ohne den Meereszugang haben, um den Bolivien seit ca. 100 Jahren mit Chile streitet), allerdings sah es so aus, als wäre das das einzige, wozu die Marine fähig ist. Auf der anderen Seite wurden wir dann mit Musik und Mittagessen empfangen und machten erst mal eine lange Pause, bevor es dann weiterging. Dann dauerte es nicht mehr lang, bis wir Copacabana erreichten (der Strand in Rio ist übrigens nach diesem Ort benannt). Dort feierten wir nach der Prozession zur Kirche einen Festgottesdienst und quartierten uns dann in eine Herberge ein. Den Nachmittag verbrachten wir am Strand, nachdem wir dort den Sonnenuntergang erlebt hatten, ging es in einer weiteren Prozession mit Laternen zur Kiche hoch in den Ort. Dann begann das Abendprogramm, für die älteren im Kolloseum mit einem Discoabend, da ich aber eine Gruppe mit jüngeren Mädchen hatte, blieb für mich nur das Unterhaltungsprogramm in einem Schulhof (zwei Clowns, die verzweifelt versucht haben, die Kinder zum Lachen zu bringen. Trotzdem hatten wir Samstagabend alle einen Riesenspass und konnten Sonntagmorgen ausgeruht wieder aufstehen.

Viel Zeit blieb nicht mehr, nach einer Tretbootfahrt und einer Fahrt mit einem Ausflugsschiff auf dem Titicacasee mussten wir gegen Mittag wieder abfahren und kamen trotzdem erst gegen Abend zuhause an, dafür bekamen wir aber immerhin den Montag noch frei.

Was gibts sonst neues aus Bolivien? Es wird langsam regnerisch und wärmer, auch wenn die Regenzeit erst so richtig im Dezember beginnen wird. Andererseits ist es angenehmer, auch hier mal eine Wetterveränderung zu bemerken, die letzten Wochen mit strahlendem Sonnenschein waren bei der starken Sonneneinstrahlung auf dieser Höhe doch sehr anstrengend.

Meine Arbeit macht immer mehr Spass und mein Spanisch von Tag zu Tag besser, könnte also gar nicht besser sein.Unten noch ein paar Fotos von Copacabana...

Bis bald, saludos,


Fidel

Sebi beim Übersetzen über den Lago Titicaca.


Patrioten gesucht für die bolivianische Marine...

Blick auf Copacabana vom Lago Titicaca aus.



P.S. @Coach: Kannst gerne vorbeikommen!
P.S. @FamilieRauscher: Des Persische Essen war super, werden wir jezt wsl öfter machen oder auch mal andere Rezepte von ihm ausprobieren. Ist der Schlafsack oder Isomatte jetzt schon aufgetaucht?
P.S. @ComandanteLermer: Wo wirst du zum Arbeiten anfangen? Für a Freundschaftsspiel Kirchroth - Bolivien müssen die Kontakte leider noch vertieft werden...
P.S. @Moni: Auch ganz liebe Grüsse zurück, kannst du mir mal dei Mail-Adresse schreiben? Gracias
P.S. @Mizä: Wo hast du angefangen und wie lang wird die Ausbildung dauern? Hört sich echt gut an!
P.S. @Andi: Wo hast den Ferienjob gmacht? Völkl?

Samstag, 23. August 2008

1 Woche Arbeit

Hi Leute,
hab endlich mal wieder Zeit gefunden, nen neuen Post zu schreiben, Fotos inklusive.
Es is viel passiert seitm letzten Eintrag, hab etz die ersten zwei Wochen Arbeit hinter mir und es is ned grad wenig, diese Woche bin ich auf schöne 46 Stunden gekommen. Aber die Arbeit macht Spass, bin etz in dem Mädchenwohnheim und hab ständig andere Aufgaben: Die Mädchen in die Schule bringen oder abholen, Berichte durch die halbe Stadt in iwelche Institute fahren, die Mädls in die Hausaufgabenbetreuung bringen (freiwillig gehen die wenigsten) und hin und wieder auch selber mit ihnen die Englischhausaufgaben machen oder mit ihnen Volleyball spielen. Büroarbeit fällt leider auch immer wieder an, Akten sortieren oder sich um Rechnungen kümmern, so Richtung Buchhaltung. Es is anstrengend, macht aber auch irren Spass weils so abwechlungsreich is. Hab die Woche endlich ein paar Fotos gmacht, ich entschuldige die schlechte Qualität, die Mädchen sind nicht die bsten Fotographen...

Am Wochenende is dann Party und ausschlafen angesagt, Einkaufen am Perez (Kirche San Francisco, siehe unten), weggehn in ein paar super Bars, Bundesliga verfolgen oder hier in der Stadt im Stadion Spiele anschaun (Bolivar, meine Mannschaft,hat gleichs erste Mal, als ich zugesehen hab, zuhause 0:1 verloren),

abends kochen wir immer wieder zusammen, am Donnerstag hats zu Beispiel persisches Essen gegeben, des hab ich am Sebi, meim Zimmerkollegen zu verdanken, dessen Vater Perser ist und ihm noch ein paar Rezepte mitgegeben hat, hier hab ich mit tränenden Augen (ich hasse es, Zwiebeln zu schneiden) endlich das Hackfleisch am Blech verteilen dürfen...

Bei mir geht also endlich alles seinen gewohnten Gang und alles wird so langsam Routine... Schreibt mir, wies bei euch aussieht, wies euch geht und was ihr grade so macht, wenn ihr keine Ferien habt (glückliche Schüler^^). Danke an alle, die mir schon nen Kommentar hinterlassen haben!
Bis bald, saludos,
Fidel

Sonntag, 10. August 2008

Ausnahmezustand in La Paz

Ausnahmezustand am Samstag in La Paz... wegen des Referendums um die Abwahl oder die Verlängerung des Mandats von Präsident Evo Morales und einiger Provinzpräfekten an diesem Sonntag wird seit Freitag Nacht in den Bars kein Alkohol mehr ausgeschenkt, seit Samstag nirgends mehr welcher verkauft und alle Bars und Discos haben geschlossen, ein Taxifahrer meinte, dass sogar Privatpartys verboten sind: Für uns also eigentlich ein recht langweiliges Wochenende, das wir aber in den eigenen vier Wänden noch gerettet haben. Wir Jungs haben gekocht, Schweinegeschnetzteltes mit Sesamkartoffeln und endlich mal Eis zum Nachtisch, danach kamen noch alle alle Voluntarios, die nicht bei uns in der WG wohnen (drei Deutsche, ein Ami, eine Chilenin) und es wurde noch ein sehr langer Abend beim Pokern und Zusammensitzen.
Heute gibts für uns gar nichts zu tun, wegen des Referendums halten wir uns besser von der Innenstadt fern, wenn Morales gewinnt (und das wird er wahrscheinlich auch) dürfte es aber ruhig bleiben und wir keine Probleme bekommen. Um nicht nur rumzusitzen, räumen wir heute noch unser Haus auf, einige wollen streichen, Sebi und ich haben nur unsere Möbel umgestellt, also kann ich euch heute mal mein Zimmer und ein bisschen was von unserem Haus zeigen:
Unser Haus von der Strasse aus...

...unser Zimmer (natürlich mit Kuba-Flagge)...

...und die Küche:

Jetzt habt ihr also ein bisschen nen Eindruck bekommen wie ich so wohne...
Der heutige Sonntag wird wie gesagt ein ruhiger Tag werden, vielleicht gehen wir abends noch zum Chinesen, mehr wird nicht mehr sein. Ab Montag dagegen gehts wieder richtig los, wir werden nochmal drei Tage lang die Projekte besuchen, die uns am besten gefallen haben, bei mir werden das Casa Esperanza (Jungenwohnheim), Niñas Obrajes (Mädchenwohnheim) und Centro Betania (Kindergarten/Vorschule/Hausaufgabenbetreuung) sein. Montags gehts fürs Visum nochmal zur Polizei (bei Interpol waren wir schon) und am Freitag fällt dann die Entscheidung für die Projekte, Montag werd ich dann endlich richtig zu Arbeiten anfangen können.
Ich hoffe bei euch ist dass Wetter schön und ihr geniesst die Volksfestzeit. Lasst mal wieder was von euch hören, mfg
Fidel

Donnerstag, 7. August 2008

Eingelebt...

So langsam wird des Leben hier zum Alltag, alles geht seinen gewohnten Gang, des Leben hier is gar ned so verschieden von dem in Deutschland: Die Leute, die Partys, der Spass, den man hat.
Und doch geht einem die gewohnte Umgebung ein bisschen ab.
Gestern war Día De La Independencia in Bolivien, Nationalfeiertag praktisch, mit vielen Umzuegen und Festen, nachdem ma am 05. August aber furt ganga sand, hamma davon solange nix mitbekommen, bis der Umzug an unserm Haus vorbeigekommen is, bei dem Laerm hat ma ned schlafen koennen und es hat ueber 3 Stunden gedauert, bis er endlich vorbei war.
Inzwischen hab i a paar Fotos fuer euch und a Internetcafe, in dem mans hochladen kann, nachm Furtgeh und vom Umzug am 6. August:
Max

Linda

Julia

Festumzug am Unabhaengigkeitstag, direkt vor unserer Haustuer

Mehr Fotos gehen im Augenblick leider no ned, die brauchen ewig zum Laden.
Ums Volksfest beneid ich euch wirklich, hfftl habts alle viel Spass, erst recht bei dem schoenen Wetter, bei uns is leider richtig nasskalt, auch in da Wohnung wirds ohne Heizung ned warm, Sport im Freien is fast ned moeglich, auch wenn i scho an Volleyball gekauft haett. Aber zumindest uebers Essen kann i mi ned beschweren, hab heute scho wieder selbst gemachte Hamburguesas ghabt, wenn i zu faul zum selber machen bin, gibts zwei Haeuser weiter ne Hamburgueseria und noch ein Stueck die Strasse runter ne Pizzeria.
Also machts gut, mfg,
Fidel


P.S. @Mizae: Du kannst a ohne mich saufen, etz bist ja die Nr. 1; ich werd inzwischen hier auf dich einen Eimer mitdrinken, viel Spass im Volksfest!
P.S @ComandanteLermer: Starke Leistung, von Pittrich nach Aufroth zu kommen, da sparts euch einmal Training^^
PS @FamilyundAlle: Ka. was mit dem Telefon los is, auch die andern habn Probleme, ich schau mal wg. einer anderen Nummer. Am Handy muessts aber funktionieren, kostet ca. 9ct die Minute und ich bin davon unabhaengig ob ich daheim bin.
Wie gehts dem neuen Familienmitglied und laeuft mein PC noch? Geniesst eure Sommerferien, Ade, i hoff du hast dir fuers Volksfest Urlaub genommen^^ lg

Dienstag, 5. August 2008

Zurück aus Achocalla und endlich die ersten Projekte gesehen...

Letztes Wochenende waren wir in Achocalla in einem Tagungszentrum und haben dort einen ersten Überblick über die Projekte bekommen, deswegen hab ich mich auch länger nicht gemeldet, wir waren praktisch ausserhalb der Zivilisation ohne Telefon und Internet.
Mein Penthouse konnte ich behalten, Sebi is noch bei mir eingezogen und selbstverständlich hängt am Balkon seit heute ne bolivianische Flagge und im Zimmer ne kubanische. Die meisten Kinder kennen mich auch schon als Fidel oder auch als "Chino" (ich hab angeblich Schlitzaugen). Gestern haben wir nach einem medizinischen Rundumcheck im Krankenhaus (fürs Visum) das Casa Esperanza (Jungenwohnheim) besucht und heute das Casa de Paso (Übergangsheim; verschiedene Projekte). Erst war ich mir sicher ins Niñas Obrajes (Mädchenwohnheim) zu gehen, inzwischen fällt mir die Entscheidung aber schwerer, weil die Arbeit mit allen Kindern Spass machen würde und ich mich mit allen gut verstehe, sogar mit den ganz kleinen im Kindergarten.
Die Entscheidung für mein Projekt wird erst nächste Woche fallen, morgen ist erst mal bolivianischer Nationalfeiertag (Unabhängigkeitstag) und heute wird richtig gefeiert, bevors am Donnerstag dann zu Interpol geht (auch fürs Visum).
Beim ersten Wohnheim-internen Pokerturnier konnte ich mich gegen drei Könner und zwei Anfänger durchsetzen, musste mich dann aber letztendlich im Heads-Up gegen eine Anfängerin geschlagen geben.
Hab jetzt auch eine billigere Nummer, unter der ihr mich im Wohnheim erreichen könnt (einfach nachm Fidel fragen); schaut mal welche Billigvorwahl gerade am günstigsten ist; ausserdem - 6 Stunden Zeitverschiebung miteinrechnen: 01067 - 00591 - 2731972 ; Handy: 01035 - 00591 - 79101389. Am besten bin ich immer abends zu erreichen, würd mich freuen wenn sich mal jmd. meldet, ich kann leider vom Wohnheim aus nirgends anrufen.
Bis bald, saludos,
Fidel

PS. @Sophüa: Lass die Pflanze bloss ned verrecken^^, giess lieber weniger, ich glaube, die braucht nicht viel. Hab mir euer Fotoalbum schon ein paar mal angesehen und es gefällt mir immer besser, schön hast geklebt.

Montag, 28. Juli 2008

Umzug in die neue Wohnung

Heute abend is endlich so weit, dann kommen die anderen Voluntarios an, gestern früh is Charlotte scho angekommen. Vorher können wir beide aber schon in die andere Wohnung einziehen. Die lieg etwas höher als die jetzige und man hat, wenn ich an ein Balkonzimmer rankomm, einen guten Ausblick auf die Stadt.
Grad eben waren wir beim Einkaufen, im Supermarkt gibts hier geradezu eine europäische Auswahl und dazu sind die Preise auch wirklich gut. Gestern abend gabs Essen beim Chinesen, nur ein paar hundert Meter von der Wohnung entfernt.
Heute hats den ersten Regen seit Wochen oder Monaten gegeben, bisher wars zwar noch nicht viel, aber es wäre nötig, hier ist es staubtrocken.
Leider kannn ich euch noch immer keine Fotos präsentieren, im Augenblick siehts so aus, dass der PC meine Digicam nicht erkennt.
Bis bald,
Fidel

PS. @Andy: Wir werden nach jetzigem Stand zu 15t in der Wohnung wohnen, meistens 2er Zimmer, die Chilenin wird dann in meiner jetzigen Wohnung untergebracht.
PS. @FamiliaRiedl: Hab mir bisher nur wie berichtet des trabajadores-Projekt angschaut und im niñas obrajes a bissal was mitbekommen. Zusammen mit den anderen schau i mir dann nächste Woche alle anderen Projekte an.
PS. @ComandanteLermer: Hab gestern zum ersten Mal des Spiel zweier Jugendmannschaften auf einem Bolzplatz beobachtet. Die können Fussball spielen, aber ein neues Talent für den KSC hab i no ned scouten können^^

Samstag, 26. Juli 2008

Scho wieder einigermassen fit...

Ach Coachie i beneid di ja a so, dass du saufa kannst. Aber weils ma gestern Abend scho wieder a bissal besser ganga is und weil ja bekanntermassen Freitag war, bin i glei no furtganga. Welch ein Paradies: Der 3-Liter-Eimer Wodka-O für ca. 3 Euro. Da is meim Magen glei besser ganga ;-) und du brauchst dir um mi wirklich keine Sorgen macha, dass i am Verdursten bin, Zigaretten kosten 70 cent, i werds so gesehen also überleben.
Ausserdem is La Paz doch kleiner als man denkt: Vorgestern hab i an Voluntario von na andern Organisation am Prado getroffen, gestern Abend scho wieder beim Furtgeh, zusammen mit a paar anderen, man lernt ziemlich schnell neue Leute kennen.
Die richtige Handynummer hab i inzwischen a: 00591-79101389, unter der Nummer bin i also immer zu erreichen, falls mi jmd. so vermisst, dass er des (keine Ahnung wie teure) Gespräch nach La Paz in Kauf nimmt.
Heute Nacht um 5:30 Uhr kommt endlich die erste Voluntärin an, also werd i früh aufstehen um am Flughafen dabei zu sein. Die nächsten kommen dann am Montag, dann is in da Wohnung endlich was los...
Zu den Projekten kann i leider no nix genaueres sagen, da i gestern an ganzen Tag (ausser abends) daheim war und davon nix gesehen hab.
Hfftl kann i mi morgen scho wieder melden, bis bald,
Fidel

Freitag, 25. Juli 2008

Tag 5 und zum ersten Mal krank...

Etz bin i grad mal 5 Tage da und schon hats mi erwischt. Wsl wars des Essen gestern auf da Strasse, damit hätt i ma wsl no länger Zeit lassen sollen. Heute bin i also erstmal nur im Bett gelegen. Dafür wars gestern interessanter: Hab an Patrick einen Tag beim trabajadores-Projekt begleitet. Hauptsächlich gehts darum, dass die Schuhputzer und auf der Strasse arbeitenden Frauen Geld sparen. Is zwar a bissal ironisch bei inzwischen über 10% Inflation, aber immer no besser, als wenns des an einem Tag verdiente Geld wieder zum Fenster rauswerfen und dann z.B. koa Geld mehr fürn Arztbesuch der Kinder habn. Mit a paar von den Schuhputzern hab i mi ganz guad verstanden, des hat richtig Spass gmacht. Allerdings is des a sehr anstrengend, mei Zustand am Abend war ned grad feierlich. I hoff dass i bald wieder fit bin.
Kleine Berichtigung was Wetter angeht: Im Moment is no Trockenzeit, so ab Oktober wirds zum Regnen anfangen, dann werden auch die Nächte wieder wärmer werden.
Am Sonntag und Montag werden dann endlich die anderen Voluntarios kommen und am Montag könn ma wsl in unsere Wohnung einziehen, wenns bis dahin fertig geputzt is, im Moment kann ma da unmöglich drin wohnen, so wies da ausschaut. Dann werd ma uns a für unsere Projekte entscheiden, in denen ma dann a ganzes Jahr (bzw.11 Monate) arbeiten werden.
Inzwischen hab i a a Handy (NR.: 0059-79101389), allerdings woas i etz no ned sicher ob de Vorwahl stimmt, i kann damit z.B. a ned nach Deutschland telefonieren, des muas i de nächsten Tage nomoi ausprobiern.
Freut mi, dass ihr immer wieder Kommtentare schreibts und i a von euch was hör.
Bis bald,
Fidel

Mittwoch, 23. Juli 2008

Es gibt gutes Bier in La Paz!

Also mit de Fotos wirds no auf jeden Fall bis heid nachmittag dauern, hab grad mei usb-Kabel im Niñas Obrajes (meiner vorläufigen Wohnung, Mädchenwohnheim) vergessen. Ja, mit meim Spanisch gehts einigermassen mi zu verständigen, i hab des Glück dass in Bolivien eher a langsames Spanisch gesprochen wird.
Die wichtigste Nachricht der ganzen Woche: Auch in La Paz gibt es gutes Bier, v.a. regionale Marken (huari) schmecken wirklich gut. Ausserdem warma gestern beim Essen, viel Fleisch, Zwiebeln, schön fett: einfach traumhaft! Und des ganze dann 14,10 € für 8 Personen (mit Getränken). Also verhungern werd i ned, auch des Essen im Casa De Paso war gut. Im Augenblick sand no 2 Mädls aus Waldmünchen auf Besuch bei da Schwester der einen da, mit dene war i gestern no Eisessen, evtl. kemma am Freitag no furtgeh.
Morgen werd i an ersten richtigen Einblick in a Projekt bekommen, da Patrick hat mir zugsagt dass i na morgen bei trabajadores begleiten kann, also bei der Arbeit mit Schuhputzern, allein erziehenden Müttern, die ihr Geld auf der Strasse verdienen, kurz gesagt ein Streetworkerjob. Mal sehen wie mir des liegt...
Heid werd i des Problem mitm Handy lösen, muas ma a neues besorgen, wsl wieder irgenda altes Nokia. Also i hoff, dass i bald de ersten Fotos für euch hab,
Mfg
Fidel

@Marco: Jahreszeiten kann ma des ned nennen, es is einfach nachts irre kalt, meistens nur knapp über Null, und bis zum Mittag wirds dann sehr warm, bis zu 30 Grad, gegen Abend kühlts dann sehr schnell wieder ab. Die Sonneneinstrahlung is ziemlich stark, die Luft dünn und schmutzig, des war dann schos ganze Klima. Ach ja es regnet anscheinend nie.
@Raphi und Bär, die scho sehnsüchtig auf ihr erstes Päcken warten: I muas moi schaun, ob des hinhaut, gestern hat mir da Andres erzählt, dass bei da Post sogar an Teddybären, den er verschicken wollt, aufschneiden wollten, um zu sehen ob was drin is^^

Dienstag, 22. Juli 2008

Ankunft La Paz

Bin endlich in La Paz angekommen. Zuvor hab i in Santa Cruz beim letzten Umsteigen noch 2 Mädchen getroffen, die bereits ein Jahr bei der Fundación gearbeitet haben, perfekter kann mans eigtl nicht erwischen.
Gestern Abend wurde ich dann auch m Flughafen abgeholt und wir fuhren vom Flughafen in El Alto durch die hell erleuchteten Hänge in die Stadt hinab. Im Haus wurde ich dann von den Freiwilligen, die noch da waren empfangen, bekam meinen ersten maté de coca, Spaghetti und zwei Gläser Rotwein, bevor ich dann eine verdammt kalte Nacht mit nur einer Decke verbracht hab. Die Dusche war nur wenig wärmer als die Luft, also wsl knapp über 0 Grad.
Heute dann ungefähr ab Mittag das genaue Gegenteil: Brütende Hitze in der Sonne und dazu staubtrockene Luft. Trotzdem macht mir die Höhe nur wenig aus, ich musste bisher weder auf meine geliebten Zigaretten, noch auf Alkohol verzichten, nur die trockene Nase und tränende und leicht gerötete Augen erinnern mich daran, dass ich auf über 3500 m Höhe bin.
Die Stadt ist beeindruckend, die Minibusse, Taxis, das totale Verkehrschaos, alte, schon völlig verfallene Häuser und dann wieder noble Neubauten im Botschaftenviertel.
Grad eben hat mich unsere Betreuerin Johanna Hahn verlassen, mit der ich seit 11 Uhr unterwegs bin, die Stadt erkundet habe, Geld gewechselt und dann noch beim Mittagessen im Casa de Paso war. Die ersten Jungs und Mädchen hab ich auch schon kennengelernt und war angenehm überrascht von der Offenheit und Freundlichkeit der Kinder. Genaueres hab ich über die Projekte noch nicht erfahren, aber der Padre, den ich im Casa de Paso auch schon kennengelernt habe, hat mir geraten, mich die nächsten Tage über umzusehen, vllt finde ich schon das richtige für mich.
Ach ja beim Einkaufen war ich noch: Speicherkarte 2GB weniger als 10 €, guter Strickpulli unter 10 €, 0,5 l Orangensaft auf der Strasse 30 cent (und das ohne lästiges Pfand^^), Zigaretten (Marlboro, LM, evtl auch Pall Mall) für 70 cent. Eine Handykarte hab ich auch schon, sobald ich erreichbar bin schreib ich euch meine Nummer, im Moment gibt es noch Probleme mit meinem Handy, vllt brauch ich ein Neues.
Ich hoffe, ich find morgen wieder Zeit, mich zu melden,
saludos
euer Fidel

PS. @Andy: behalt meine Zigaretten schenks am Pall Mall Raucher, aber wehe du wirfst as weg!
PS. @Coach: Nein i bin no ned abgstochn worden.
PS. @Lerma: Na es warn nur 2 schene dabei.MUG
PS. @Sophia: Mei E-Mail-Adresse is PhilippRiedl@gmx.net, aber du wirst von mir koa E-Mail bekommen^^
PS. @Manschi: Des kanns ja ned sein, dass in La Paz und Buenos Aires mehr Internetcafes sind als in Australien und Neuseeland! Meld di moi obst no lebst^^

Montag, 21. Juli 2008

Buenos Aires 2

Da bin i scho wieder, iwas muas i ja macha wenns so langweilig is. Bei euch wars ntl vorher ned nachmittag, sondern mitten in da Nacht, hab im Zu stand völliger Er schöpfung einfach des p.m. hinter der 8 übersehen.^^
Geschlafen hab i inzwischen am Flughafen ganze 5 Stunden, mein Glück war, dass i 7 Mädls aus Deutschland getroffen hab, die gerade von ihrem Auslandsjahr in Paraguay zurückreisen wollten, aber Probleme mit ihrem Flug hatten und so am Flughafen übernachten mussten, also hamma uns mitm wach bleiben immer abwechseln können. Is ned schlecht a bissal Gesellschaft zu habn, sonst wärs scho verdammt langweilig.
I hätt mi in Deutschland ned so übers Wetter beschweren sollen, in Buenos Aires hats Minusgrade in da Nacht und in La Paz wirds wegen der Höhe voraussichtlich ned besser.
I hoff, dass i mi s nächste Mal dann scho in La Paz melden kann,
adiós

Sonntag, 20. Juli 2008

Buenos Aires

Sodala, grad bin i an gekommen, bis etz is alles perfekt gelaufen. München - Frankfurt scho mal an schönsten Fensterplatz ghabt und dann sitz i nach Buenos Aires mittendrin und hab von da Stadt gar nix gseng.
Also etz is doch a bissal Wehmut dabei, seit i in München in Flieger gstiegn bin, vorher hab i eigtl no nix gmerkt. Is komisch dass ma etz erst klar wird dass i a ganzes Jahr weg bin...
Fotos kann i leider no kor präsentiern, des Internetcafe da am Flughafen is ziemlich windig, i hab in meim ganzen Leben keine so fettige Tastatur gseng. Des südamerkanische Flair hat ma a sofort nachm aussteign: Ewig lange Schlangen bei da Passkontrolle und dahinter glei Polizisten, die Zettel verteilen mit dem Hinweis, nur in Taxis einzusteigen, de ma direkt am Flughafen bestellt hat^^
Etz muas i dann moi weidaschaun, was i mach, was Essen wär ned schlecht, schlafa werd i ned kenna. Guad dass i scho a paar Pesos hab, Geld von der Art wie mas bei uns wahrscheinlich ausdrucken kann^^
Bei euch müssts etz eigtl nachmittag sei, vllt hör i ja glei was von euch.
I meld mi dann von La Paz aus wieder, an schönen Tag no,
Fidel

Sonntag, 13. Juli 2008

Noch eine Woche...

So, in einer Woche werd i bereits im Flieger nach Buenos Aires sitzen... Wird also Zeit, noch die letzten Vorbereitungen zu treffen. Die größten Probleme sind jetzt gelöst, mein Visum hab i etz trotz der Schwierigkeiten bei der bolivianischen Botschaft, 30 Tage-Visum für trabajo social, der Vorteil is, i hab etz als einziger von allen, die mit mir in La Paz sein werden des richtige Visum (alle anderen bekommen bei der Einreise ein Touristenvisum für 90 Tage, das sie dann noch auf trabajo social ändern müssen), der Nachteil is, dass i meins schon innerhalb von 30 Tagen verlängern muss.
Meine Flugtickets hab i am Freitag a abgholt, Abflugtermin is etz der 20. Juli, 07:00 Uhr in München. Wird a langer Flug mit am langen Zwischenstopp in Buenos Aires werden, bevor i dann am 21. Juli um 20:00 Uhr in La Paz ankomme. Auf jeden Fall wirds interessant werden und so langsam wächst die Vorfreude.
Es bleibt noch viel zu tun diese eine Woche, i wart no auf mei Visa-Karte, die zweite Hepatitis-A-Impfung steht noch an, gepackt is bisher auch noch nichts(mal sehen was i bei den 20 kg Gepäck mitnehmen werd).
Leider fängts jetzt auch schon mitm Abschiednehmen an und erst jetzt wird mir so richtig klar, dass ich euch ein ganzes Jahr lang nicht sehen werde. Trotzdem überwiegt die Vorfreude auf des, was da auf mich zukommen wird und i genieß die letzten Tage zuhause. Auf eine schöne letzte Woche in Deutschland!

Samstag, 12. Juli 2008

Blog ist da!

Da mi scho einige nach am Blog gfragt habn; da is a endlich! Also wer si dafür interessiert, kann nachlesen was i zur Zeit grad mach, wies ma geht... Würd mi freuen wenns Kommentare hinterlassts und i a von euch was hör!